Alle Beiträge von verwalter-bdsl

Förderpreis 2023

Seit nunmehr 13 Jahren gibt es den Förderpreis des BDSL. Unser Förderpreis bietet einen Anreiz für Studierende unserer Mitgliedsschulen, sich mit aktuellen und gerne auch interdisziplinären Themen in der Logopädie auf wissenschaftliche Art und Weise auseinanderzusetzen.
In diesem Jahr erreichten uns bis zum Ablauf der Abgabefrist am 20.06.23 drei Arbeiten. Die anonymisierten Arbeiten wurden von unabhängigen Juror*innen anhand einer einheitlichen Kriterienliste bewertet. Aufgrund des Ergebnisses konnten ein erster Platz (dotiert mit 200 €) und ein dritter Platz (dotiert mit 100 €) vergeben werden. Die prämierten Arbeiten (auch die der letzten Jahre) können auf der Homepage des BDSL eingesehen werden (www.bdsl-ev.de).

Folgende Preise wurden in diesem Jahr vergeben:

1. Platz: Stimmtransition durch Logopädie: Möglichkeiten logopädischer Stimmtherapie für Trans* – ein Informationsflyer
Autorinnen: Nina Meyer, Chiara Tobaben
Berufsfachschule für Logopädie der Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH im Werner Otto Institut

3. Platz: Resilienz in der logopädischen Ausbildung (Berufsfachschule)
Autorinnen: Theresa Lenzen,  Alena Wolf
Berufsfachschule für Logopädie der Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH im Werner Otto Institut

Ein herzlicher Dank geht an die Juroren und Jurorinnen, die in ihrer Freizeit die ihnen zugewiesenen Arbeiten bewerten. Ohne diese Bereitschaft könnten wir den Förderpreis nicht weiter aufrechterhalten. Ein großer Dank auch an alle Kolleginnen und Kollegen, die ihre Studierenden ermutigen und unterstützen, ihre Arbeiten einzureichen. Und ein besonderer Dank geht an die Studierenden, die sich auf den spannenden Weg der Wissenschaftlichkeit machen und ihre wertvollen Erkenntnisse durch ihre Bewerbung zum BDSL-Förderpreis Vielen zugängig machen.

Katja Meffert, Schriftführerin BDSL
K.Meffert@kk-km.de
Literatur
BDSL-Förderpreis für Studierende

Download
Stimmtransition – Abstract
Stimmtransition – gesamt
Resilienz – Abstract
Resilienz – gesamt

Förderpreis 2022

Mit unserem Förderpreis setzen wir mittlerweile seit zwölf Jahren einen Anreiz für Studierende unserer Mitgliedsschulen, sich mit aktuellen und gerne auch interdisziplinären Themen in der Logopädie auf wissenschaftliche Art und Weise auseinanderzusetzen.
Nachdem in den letzten drei Jahren nur 1 bis 2 Bewerbungen eingingen, konnten wir in diesem Jahr erfreulicherweise den Eingang von 5 Bewerbungen verzeichnen. Die anonymisierten Arbeiten wurden von unabhängigen Juror*innen anhand einer einheitlichen Kriterienliste bewertet. Aufgrund des Ergebnisses können ein erster Platz (dotiert mit 200 €), ein zweiter Platz (dotiert mit 150 €) und ein dritter Platz (dotiert mit 100 €) vergeben werden. Die prämierten Arbeiten (auch die der letzten Jahre) können auf der Homepage des BDSL eingesehen werden (www.bdsl-ev.de).
Folgende Preise wurden in diesem Jahr vergeben:

  1. Platz: Stimmungswandel – Starke Stimmen für Erzieher:innen! Eine Informationsveranstaltung für Erzieher:innen in Ausbildung im Rahmen eines zweistündigen Vortrags über die stimmliche Primärprävention
    Yuri Beckers, Lara Brachlow, Lilia Umanski
    Berufsfachschule für Logopädie der Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH im Werner Otto Institut
  2. Platz: Einsatz der Psycholinguistisch orientierten Phonologie-Therapie nach Fox-Boyer bei bilingual russisch-deutschen Kindern mit Aussprachestörungen
    Nicole Scherbak

    DAA Lehranstalt für Logopädie Osnabrück
  3. Platz: HAND – Hilfen zum Anreichen der Nahrung bei Dysphagie
    Katharina Augustin, Myriam Hamdorf, Hannah Kaule
    Berufsfachschule für Logopädie der Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH im Werner Otto Institut

Wir danken allen Kolleginnen und Kollegen, die ihre Studierenden ermutigen und unterstützen, ihre Arbeiten einzureichen. Außerdem geht ein Dank an die Juroren und Jurorinnen, die in ihrer Freizeit die ihnen zugewiesenen Arbeiten bewerten. Nicht zuletzt danken wir den Studierenden, die sich auf den spannenden Weg der Wissenschaftlichkeit machen und ihre wertvollen schriftlichen Erkenntnisse durch ihre Bewerbung zum BDSL-Förderpreis vielen zugängig machen.

Katja Meffert, Schriftführerin BDSL
K.Meffert@kk-km.de
Literatur
BDSL-Förderpreis für Studierende

Download
Abstract Stimmungswandel
Stimmungswandel
Abstract POPT
POPT
Abstract HAND
HAND

BDSL Logopädie

Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie an der Hochschule Osnabrück studieren

Fachvortrag Logopädie und Informationsveranstaltung zum Studiengang 

Mit dem Bachelorstudiengang (B.Sc.) Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie bietet die Hochschule Osnabrück ein interdisziplinäres additives Vollzeitstudium für klinisch tätige Therapeut*innen. Verschaffen Sie sich in unserem kostenfreien Online Seminar und der anschließenden Informationsveranstaltung einen umfassenden Eindruck von unserem Studienangebot. Wir laden Sie hierzu herzlich ein.  

Wann?          Montag, den 05.12.2022 von 18 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Wo?              Via Zoom – den Link erhalten Sie nach der Anmeldung per Mail
Was?     Fachvortrag Logopädie von ca. 40 Minuten: Prof. Dr. Barbara Schneider
Therapieevaluation im Einzelfall“

Informationsveranstaltung zum Studiengang B.Sc. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie an der Hochschule Osnabrück Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann melden Sie sich bis zum 02.12.2022 unter bscelp@hs-osnabrueck.de mit Ihrem Namen und der Angabe Ihrer Profession (Logopädie) bei uns an.
Wir freuen uns auf Sie! 

Download der Einladung

BDSL Logopädie

Postkartenaktion: Schulgeldfreiheit ab 2023 gefordert!

Schulgeld in den Gesundheitsfachberufen? Ein untragbarer Zustand für die Schüler*innen in Baden-Württemberg. Mit einer Postkartenflut machen sie nun das Sozialministerium auf ihre Situation aufmerksam. Organisiert wird die Aktion vom Verbändebündnis Gesundheitsfachberufe.

Landesregierung hält Versprechen zur Schulgeldfreiheit bislang nicht

Schulgeld trotz Fachkräftemangel in den Gesundheitsfachberufen? Freie Berufswahl nur durch Finanzierung der Eltern, Schulden oder Nebenjobs während der Vollzeit-Ausbildung? Trotz Versprechen im Koalitionsvertrag besteht die Antwort des Lands Baden-Württemberg hierauf bisher nur in einem vorübergehenden Schulgeldbonus für das Jahr 2022. Auch die im Entwurf des Doppelhaushalts 2023/2024 eingeplanten Mittel reichen bei weitem nicht aus, um die Schulgeldfreiheit zu ermöglichen.

Protest mit Postkartenaktion

Daher stellt das Verbändebündnis den Schüler*innen der Gesundheitsfachbereiche über ihre Schulen Postkarten zur Verfügung, mit denen sie sich für die einmalige Schulgeldreduzierung beim Sozialministerium bedanken können – und gleichzeitig an die dringende Notwendigkeit der 100%igen Schulgeldfreiheit erinnern. Die Aktion läuft im Oktober/November 2022 breitflächig in ganz Baden-Württemberg und visualisiert die Stimme der Schüler*innen.

BDSL Logopädie

Systematische Fallarbeit in der Logopädie

Schräpler, U. und Steiner, J. (2021): Systematische Fallarbeit in der Logopädie. Grundlagen und Beispiele. Kohlhammer Verlag: Stuttgart. 134 Seiten. ISBN: 978-3-17-036901-6

Das Buch ist ein weiterer Schritt in Richtung einer theoriegeleiteten logopädischen Praxis, die wissenschaftlich aufarbeitet und damit lehr- und wiederholbar macht, was als Erfahrungswissen durch viele Logopäd*innen aufgrund ihrer praktischen Tätigkeit bereits verinnerlicht ist.

In insgesamt zehn Kapiteln gehen die 13 Autor*innen auf die verschiedenen Aspekte der Fallarbeit ein. Sie verfolgen dabei das Ziel, Handlungssicherheit durch Wissen über ein systematisches Herangehen an einen Fall (vgl., 11) zu erzeugen.

Dafür wird zunächst in den ersten sechs Kapiteln grundlegend beleuchtet, was „Fall“ bzw. „Kasuistik“ bedeuten und wie wichtig es ist, kein prototypisches Vorgehen zu kreieren, sondern lediglich „Leitplanken“ (15) festzulegen, die den Rahmen für ein individuelles und gleichrangiges Arbeiten mit der konkreten Patient*in und ihrem Anliegen abstecken. Als solche Leitplanken werden beispielsweise das siebenstufige „Therapie-Kaskadenmodell“ (27ff.) für die Gestaltung des Therapieprozesses sowie die „Fallvignette mit 25 Stationen“ (51) als Überblick für Informationen, die in Berichten oder Dokumentationen festgehalten werden müssen, angeboten.

Um zu verdeutlichen, wie Praxis und Theorie in der Handlungswissenschaft Logopädie ineinandergreifen (müssen), beleuchten die Autoren der Kapitel fünf und sechs das Vorgehen bei der Entstehung von Modellen sowie jenes bei der Durchführung von (Einzel-) Fallstudien konkreter. Komprimiert und verständlich wird die Leserschaft an Arten und Inhalte von Modellen sowie die bestehenden Herausforderungen bei der Umsetzung von Studiendesigns mit einem hohen Evidenzniveau herangeführt.

Die letzten vier Kapitel wenden sich konkreten Fällen aus den Bereichen Stimm-, Spracherwerbs-, Stotter- und Dysphagietherapie zu. Dabei werden vorab aktuelle störungsbildspezifische Informationen aufgeführt und anschließend eine konkrete Fallschilderung anhand der Stufen des Therapie-Kaskadenmodells, welches auf diese Weise mehrmals wiederholt und somit gut verinnerlicht werden kann, vorgenommen. Verdeutlicht wird dadurch, dass das beschriebene Kaskadenmodell sowohl während der Arbeit am Fall als auch bei nachträglichen Beschreibungen, z.B. in der Aufarbeitung für Lehrzwecke, eine sinnvolle Orientierung bietet.

Für mich als Lehrende an einer Schule für Logopädie liefert das Buch wichtige Anregungen und Vorlagen zur theoretischen Vermittlung praktischer Prozesse, die bisher v.a. im Rahmen der supervidierten internen Ausbildung in der Lehrambulanz erfahren und erlernt worden sind. Besonders ansprechend empfinde ich die Sensibilität der Autor*innen für die Gleichstellung von externer und interner Evidenz. In Zeiten berufspolitischer Neuausrichtung und dem Drängen nach Akademisierung unserer Profession können Wissenschaftlichkeit und praktische Erfahrung sowie die Protagonisten beider Bereiche somit gleichermaßen wertgeschätzt und zum gegenseitigen Austausch angeregt werden.

Rezensentin: Jana Post (Logopädin, Dipl. Sprechwissenschaftlerin, Fachrichtungskoordinatorin Logopädie am Ausbildungszentrum für Gesundheitsfachberufe des Universitätsklinikums Halle/Saale)

BDSL Logopädie

Bewegung und Stimme bei Parkinson fördern

Hunziker, E. und Degen, U. (2022). Bewegung und Stimme bei Parkinson fördern. Ressourcenorientiertes Praxisbuch. Ernst Reinhardt Verlag. 120 Seiten. ISBN: 978-3-497-03103-0

Frau Hunziker und Frau Degen ist es gelungen, ein Buch mit Übungen für alle therapeutischen Disziplinen (Logopädie, Ergo- und Physiotherapie) sowie alle (Selbsthilfe)Gruppenleiter für an Parkinson erkrankten Menschen herauszubringen, welches Übungen aus allen Bereichen zur Förderung im Gruppensetting anbietet.

Im Mittelpunkt des Konzeptes steht das Wohlbefinden von Betroffenen, was sich häufig durch Veränderungen der Stimme und der Bewegungsfähigkeit bereits im frühen Stadium bemerkbar macht. Es wird verdeutlicht, dass sich der Begriff „Wohlbefinden“ in mehrere Bereiche unterteilt und welche Auswirkungen das Konzept unter Berücksichtigung verschiedenster Faktoren (z.B. Unsicherheit, Stress, Anspannung etc.) auf das soziale Leben nach sich ziehen kann.

Im Sinne der S3-Leitlinie zum Idiopathischen Parkinsonsyndrom der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) ist es Ziel des Konzeptes, die Stimme durch Bewegungsunterstützung zu kräftigen und somit auch die Unterstützung der gesamten Kommunikationsfähigkeit indirekt zu trainieren. Zusätzlich werden gleichermaßen stimmliche und motorische Fähigkeiten durch Körperwahrnehmung verbessert und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten soll zurückgewonnen werden.

Inhaltlich stehen die Schwerpunkte der Bewegungsverbesserung (Beweglichkeit, Gleichgewichts-, Koordinationsfähigkeit, Kraftdosierung), Verbesserung der Artikulation sowie Aktivierung der Mund- und Gesichtsmotorik, Koordination von Atmung und Sprechen und Grundlagen für eine physiologische Stimmgebung (Körperwahrnehmung und Entspannung). Methodisch wird aufgrund des Gruppenangebotes gezielt an die Stärken der einzelnen Teilnehmer*innen angeknüpft und das gemeinsame Experimentieren mit Freude und Neugier in den Mittelpunkt gerückt.

Exemplarisch sind vor der Übungssammlung drei Einheiten mit möglichen Inhalten dargestellt. Die jeweiligen Übungen werden in ihrem Setting und der Durchführung detailreich beschrieben. Ebenso werden der*dem Gruppenleiter*in methodisch-didaktischen Hinweise sowie Variationsmöglichkeiten und benötigte Materialien an die Hand gegeben. Alle aufgeführten Übungen werden bildlich dargestellt, sodass sich auch Laien gut in das Konzept einarbeiten können.

Das Buch ist klar strukturiert, inhaltlich logisch aufgebaut und verständlich geschrieben. Es bietet nicht nur Therapeuten die Möglichkeit, im Sinne einer interdisziplinären Behandlung über den Tellerrand hinauszuschauen, sondern leitet auch Personen, die nicht aus dem therapeutischen Kontext kommen, strukturiert zur Durchführung einer Gruppenstunde an.

Bewegung und Stimme bei Parkinson fördern Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass die im Buch genannten Übungen keine therapeutisch indizierte Intervention ersetzen, sondern lediglich als Förderungsmaßnahme anzusehen sind. Zudem wäre es schön gewesen, wenn auch mögliche Hindernisse oder Kontraindikationen für Übungen genannt werden, sodass eine korrekte Durchführung in jedem Fall gewährleistet bleibt.

Rezensentin: Lena Bär

BDSL Logopädie