Termin und Inhalte der Herbsttagung BDSL 2016

9. bis 11. November 2016

Den Freitagstermin merken Sie sich bitte für die VAST-Tagung vor.
Zeitschiene und Inhalte werden noch eingestellt.



Herbsttagung 2015 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

Herbsttagung des Bundes deutscher Schulen für Logopädie (BDSL)
und VAST-Symposium in Berlin Wannsee 2015

Bericht über die VAST-Fachtagung vom 4. – 6. 11. 2015

Zum 4. Mal hat im November dieses Jahres die interdisziplinäre Fachtagung des Verbundes für Ausbildung und Studium in den Therapieberufen (VAST) am Wannsee in Berlin getagt.

Der Vorstand des BDSL: Peter Gramann, Hannah Stebel, Waltraud Kieß-Haag, Vera Wanetschka, Katja Meffert

Im Rahmen der Fachtagung richten die zugehörigen Schulverbände der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie ihre Jahrestagungen aus. In 2016 werden wir evtl. auch die Hebammen in diesem Rahmen begrüßen dürfen. Der BDSL startete bereits am 4.11.15 mit der Mitgliederversammlung. Nach der einstimmigen Neuwahl des Vorstandes wurden u.a. der aktuelle Stand des Eckpunktepapiers, die Vorstellung der Evaluation bezüglich der hochschulqualifizierenden Abschlüsse von Lehrenden an Berufsschulen und Modelle zur Ausbildungsfinanzierung von Berufsfachschulen erörtert.

Martina Rapp, Vera Wanetschka

Im Fortbildungsteil des nächsten Tages machte Martina Rapp, unterstützt von Vera Wanetschka, das Thema Biografiearbeit im Rahmen der Logopädieausbildung für alle Teilnehmenden erfahrbar, indem sie diese zunächst selbst in Aspekte ihrer eigenen Biografie eintauchen ließ. Aus den gesammelten Eindrücken entwarf das Plenum Ideen für die Integration des Themas in gezielte Ausbildungssituationen. Der Tag endete im Austausch in unterschiedlichen Arbeitsgruppen zu den Themen „Effektivität in der praktischen Ausbildung“, „Organisation und Ablauf der praktischen Prüfungen“ und „Erfordern veränderte Studierende neue Lehrmethoden (Stichwort Generation Y)“

Die Vorsitzenden der Berufsschulverbände: J. Rottenecker, V. Wanetschka, A. Pust

Am folgenden Tag begrüßten die Vorsitzenden der Schulverbände die Teilnehmenden und die Vertreter der verschiedenen Berufsverbände und Hochschulen. Frau Kiess-Haag eröffnete den interdisziplinären Teil der Tagung mit einem Bericht über die übliche Organisation der praktischen Ausbildung in der Logopädie. Anschließend berichtete Frau Muths Mitarbeiterin von Prof. Darmann-Finck aus Bremen über die Erkenntnisse einer qualitativen Intersuchung im Rahmen der Evaluation an den Modellstudiengängen. Der Fokus lag dabei im Bereich der praktischen Ausbildung und der Forderung, dass diese im Hochschulraum mindestens so fundiert wie im Berufsfachschulbereich verlaufen müsse. Frau Prof. Klemme aus Bielefeld äußerte sich zum Thema offene Hochschule und den damit verbundenen neuen Chancen und Herausforderungen. Sie problematisierte dabei die Beobachtung, dass sowohl die Lehrenden in den Berufsfachschulen als auch in den Fachhochschulen zunehmend Anforderungen in Bezug auf Hinführung zur Berufsqualifizierung gepaart mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit gegenüberstehen, die beide Institutionen an und über die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit bringen. Frau Prof. Schämann aus Zürich berichtete über die Folgen der eindeutigen politischen Entscheidung für die Akademisierung eines Großteils der Gesundheitsfachberufe in der Schweiz, welche im Jahr 2006 umgesetzt wurde. Für die bisher nicht akademisch qualifizierten Berufstätigen wurde ein nachträglicher Titelerwerb im Rahmen von 10 ECTs ermöglicht.
Die Tagung wurde mit Diskussionen und Berichten beendet. Ein herzliches Dankeschön geht an das Team der Wannseeschule, das die Tagung mit Räumlichkeiten, Personal und Verköstigung professionell ausgerichtet hat.

Für den Vorstand BDSL: Peter Gramann







Herbsttagung 2014 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

Herbsttagung des Bundes deutscher Schulen für Logopädie (BDSL) und VAST-Symposium in Berlin Wannsee 2014

Am 5., 6. und 7. November 2014

Die Jahresaktivitäten des BDSL 2014 – insbesondere die Vorgehensweise zur Entwicklung eines neuen Berufsgesetzes in den Gesundheitsfachberufen – Wieder ist ein Jahr vergangen und die berufspolitischen Aktivitäten des BDSL sind vielfältig ausgefallen:

In 2014 schloss sich der BDSL mit den Schulenverbänden der Ergotherapie (VDES) und der Physiotherapie (VLL) zum Verbund für Ausbildung und Studium (VAST) zusammen. Im Rahmen dieses Zusammenschlusses fanden Einladungen auf verschiedene Diskussionspodien statt z.B. im Rahmen der Lehrendentagung in Bochum im Februar diesen Jahres oder im Rahmen der HVG Mitgliederversammlung im Mai nach dem Vortrag einer Vetreterin des Deutschen Wissenchaftsrates zum Thema „duales Studium“.

VAST, HVG, Verdi und der Verband deutscher Ergotherapeuten (VDE) erarbeiteten gemeinsam einen Diskussionsentwurf für den Überbau eines neuen Berufegesetzes. Dieser Entwurf soll nach der Diskussion auf der Herbsttagung in Berlin mit weiteren Verbänden der Beratung zugeführt und letztendlich Gremien der Bundesregierung bei der Vorbereitung zur neuen Gesetzgebung vorgelegt werden. Der aktuelle Schritt beschreibt einen für alle Gesundheitsberufe in Therapie und Pflege übergeordneten Diskussionsleitfaden zu Themen wie Qualitätsbeschreibung, Sicherung der Praxisausbildung oder Finanzierung der Ausbildung und umreißt sowohl die Anliegen für Berufsfachschul- als auch die für Hochschulstudienabschlüsse. Nach dieser Arbeitsphase stehen die spezifischen Ausprägungen für die einzelnen Professionen zur Debatte.

Vertreter und Vertreterinnen von VAST, HVG, Verdi und DVE v.l.n.r. Frau Wanetschka, Herr Pust, Herr Rottenecker, Frau Prof. Höppner, Frau Wehrheim, Frau Prof. Räbiger, Herr Dielmann, Frau Junge

Über die Aktivitäten von VAST sowie über Themen der Lehre und Praxisausbildung in den Gesundheitsfachberufen der Therapie klärt die Verbundszeitschrift „Therapie Lernen“ auf, die dieses Jahr zum dritten mal erschien (www.edition-harve.de).

Der BDSL war auch dieses Jahr mit seiner Mitgliederversammlung, dem Fortbildungsprogramm und der anschließenden „VAST-Tagung“ zu Gast in der Wannsee Schule Berlin. Thema der Mitgliederversammlung waren neben den berufspolitischen Aktivitäten des Vorstandes die Themen von zwei Gastvorträgen. Silke Winkler, Leiterin der Bundesbildungskommission im dbl, erläuterte das Kompetenzprofil des dbl, erarbeitet von Monika Rausch u.a. . Dies fand unter den Lehrenden des BDSL große Zustimmung. Gerd Dielmann, bildungspolitischer Sprecher für Gesundheitsfragen bei Verdi, legte den Teilnehmenden die Möglichkeit der Finanzierung über den Ausbildungsfonds in Krankenhäusern dar. Auch hier gab es lebhafte Diskussion.
Besonders gewürdigt wurde in diesem Rahmen die Arbeitsgruppe Antje Krüger, Sabine Degenkolb-Weyers, Jana Post und Jutta Tietz, die die offizielle Positionierung zur Praxisausbildung des BDSL in der Logopädie verfassten. Das Positionspapier wurde auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Februar verabschiedet und ist auf der Homepage des BDSL (www.bdsl-ev.de) herunterladbar. Auch dieses Jahr wurden wieder Arbeitsauftrage aus der Mitgliederversammlung an BDSL Mitglieder vergeben: Es wird eine Erhebung u.a. über die Kooperationen von Schulen mit Hochschulen und der aktuelle Stand der Qualifikationen der Lehrenden in den BFS erarbeitet.

Zum Fortbildungstag des BDSL arbeiteten Mechthild Clausen-Söhngen, Aachen, und Prof. Hilke Hansen, Osnabrück mit den Teilnehmenden a) zum Thema „Logopädin sein und werden“ und b) „Arbeitstypen der Therapiearbeit als Hilfestellung zur Fallreflexion“. Die beiden hochkarätigen erfahrenen Dozentinnen gaben den Lehrlogopädinnen mit Vortrag und Kleingruppenarbeit wichtige Impulse für die kritische Betrachtung der vorhandenen Praxisausbildungssysteme in den Schulen.

Am Freitag standen drei Themen auf dem Programm: Dr. Freitag vom Deutschen Zentrum für Wissenschaftsforschung referierte über das Thema „Durchlässigkeit zwischen Gesundheitsberufen und Hochschulstudium – Hintergründe und Herausforderung“. Sie schnitt ausführlich u.a. Themen an wie Statuszuweisung durch Berufsabschluss oder die europäische Forderung nach struktureller Durchlässigkeit zwischen den Berufsabschlussebenen. Prof. Igel von der Universität Kiel erläuterte sehr plastisch die aktuelle rechtliche Situation in den Gesundheitsfachberufen auf der Ausbildungsebene. Im dritten Teil des Tages beschäftigten sich die Teilnehmer, geführt in Kleingruppen und im Abschlussplenum, mit dem Entwurf des Überbaus eines neuen Berufegesetzes. Ein Diskussionsschwerpunkt entwickelte sich dabei zum Thema der Praxisausbildung, die in den Gesundheitsfachberufen in der Therapie im ersten Schritt von Lehrenden der Schule begleitet werden und erst im zweiten Schritt von externen Praxisanleitenden.
Der Bahnstreik, ausgerufen just zu unserer Herbsttagung, ließ uns eine geringe Teilnehmerzahl befürchten. Tatsächlich gab es einige Absagen – auch unter den Referenten. Gleichwohl zeigte die lebhafte Diskussion und ihre Ergebnisse unter der doch überraschend gut besuchten dritten gemeinsamen Freitagtagung von VAST den Veranstaltern, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden.
Die entsprechenden Powerpointvorträge des „Herbstsymposiums“:

Vera Wanetschka
Erste Vorsitzende BDSL
www.bdsl-ev.de
v.wanetschka@wisoak.de



Herbsttagung 2013 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

Herbsttagung des Bundes deutscher Schulen für Logopädie (BDSL) und VAST-Symposium in Berlin Wannsee 2013

Am 6., 7. und 8. November 2013 trafen sich wie jedes Jahr die Vertreterinnen und Vertreter der mittlerweile über 40 Mitgliedsschulen für Logopädie im BDSL in der Wannseeakademie Berlin. Die zentralen Themen der Mitgliederversammlung am ersten Tag bildeten die Darstellung und Diskussion zwischen dem Anspruch des Hochschulstudiums, eine Berufsbefähigung für die Absolventen anzubieten (Bachelorstudium) und der Tradition der Berufsausbildung, deren Ziel der berufsqualifizierende Abschluss darstellt. Im Feld des Hochschulstudiums werden diesbezüglich zunehmend Begriffe wie „forschendes Lernen“ oder „selbstständiges Lernen im Projekt“ diskutiert. Im Berufsfachschulsystem- in dem die Theorie/Praxiskoppelung in der Ausbildung selbstverständlich erscheint – steht die Diskussion um die Identität mit einem Berufsbild, das sich wissenschaftlich ausrichtet, im Zentrum der Betrachtung. In beiden Systemen werden die Wege diskutiert, in denen es möglich ist kompetenzorientierte Lernziele zu formulieren. Ziel der letzteren Debatte ist die Erhöhung der Vergleichbarkeit von erlangten Kompetenzen.

Die Anschlussdiskussion richtete sich darauf aus, die Kontakte zwischen dem BDSL und der Gewerkschaft (hier Verdi) zu beleuchten. Verdi bot uns in einer Runde mit mehreren Vertreterinnen und Vertretern von Berufsverbänden für Ausbildung und Studium die Möglichkeit an, gemeinsam ein Eckpunktepapier zu erarbeiten und in den politischen Prozess einzuflechten. In dem Eckpunktepapier soll es u.a. um die Einbindung von Lehrenden in den Tarifvertrag und deren Qualifikation gehen, um die Finanzierung der Ausbildung hin zur staatlichen Übernahme der Verantwortung oder um die Mitsprache bei der Entwicklung eines neuen Berufsgesetzes.

Mit von der Partie bei Verdi waren in den Gesprächen die Schulenverbände der Ergotherapie (VDES) und der Physiotherapie (VLL). Die Mitgliederversammlung stimmte zu, dass der BDSL künftig gemeinsam mit dem VDES und VLL einen Dachverband gründet mit Namen VAST: Verbund für Ausbildung und Studium in der Therapie. Aktuelle Aktionen dieses Verbundes sind die gemeinsame Herausgabe der Zeitschrift „Therapie Lernen“, das gemeinsame Novembersymposium und die Zusammenarbeit mit Verdi.

Ein weiteres Thema des ersten Tages umfasste die Vorbereitung der Verabschiedung eines BDSL-Grundsatzpapiers zum Thema Praxisausbildung. Antje Krüger aus Erlangen stellte die Diskussionsvorlage federführend für die Arbeitsgruppe vor. Es folgte eine lebhafte Diskussion. Das Grundsatzpapier soll auf der nächsten Mitgliederversammlung im Februar in Bochum verabschiedet werden.

Thema des zweiten Tages war die Beantragung zur Aufnahme einer Schule für Logopädie in die Modellklausel. Dieses Thema bearbeiteten wir u.a. in Kleingruppen. Dieser Schritt erscheint vor dem Hintergrund wichtig , dass viele Schulen Kooperationen mit Hochschulen eingehen und in diesem Zuge ihre Curricula kompetenzorientiert modularisieren. Wenn eine Schule den in der Logopädenausbildungs- und Prüfungsordnung (LogAPrO, 1989) vorgegebenen Inhalt an moderne Erkenntnisse anpassen möchte, so geht das über den Weg der Anerkennung in der Modellklausel nach 2009.

Am dritten Tag fand das Symposium in der Wannseeschule Berlin gemeinsam mit den Physio- und Ergotherapeutinnen und therapeuten statt. Die Vorträge umfassten einerseits die Identitäts und Kompetenzdiskussion in den Therapieberufen und die Notwendigkeit der neu zu diskutierenden und zu verabschiedenden Qualifikation der Lehrenden als auch die Information und lebhafte Auseinandersetzung um die Themen der Verbindung von Berufsfachschulausbildung und Hochschulstudium. Prof. Klemme und Prof. Weyland von der Hochschule Bielefeld stellten die Notwendigkeit der Qualifizierung der Lehrenden und Praxisausbilderinnen dar. Im Zuge der Rückmeldung zu ihrem Vortrag, im Anschluss des Vortrages über physiotherapeutische Denkmuster von Prof. Scheel und in der Diskussion des Beitrages von Herrn Danzglock aus dem niedersächsischen Bildungsministerium entwickelten sich viele Fragen in Bezug auf den Ort und die Qualität der zukünftigen Ausrichtung der praktischen Ausbildungen. Wie ein interdisziplinäres Gesundheitsbildungszentrum auf der europaorientierter Grundlage mit entsprechenden Kompetenzzielen aufgebaut und evaluiert werden kann, stellten Herr Flottmann und Frau Jandrich-Bednarz aus Dortmund von. Frau von der Heyden erläuterte den Kompetenzaufbau bei Ergotherapeuten mit den Konsequenzen für die Fachdidaktik und Frau Prof. Siegmüller stellte die Einbindung der Berufsfachschule Logopädie in Rostock in das Hochschulstudium vor. Zum Stand der Ausbildung in den Therapieberufen aus dem europäischen Blickwinkel referierte Frau Dr. Seliger auf der Grundlage einer aktuellen Studie von der Charite Berlin.
Abschließend erläuterten die drei großen Berufsverbände der Ergotherapie (VDE), der Logopädie (dbl) und der Physiotherapie (Physio Deutschland) ihre Standpunkte zum Akademisierungsprozess. Alle drei Verbände zeigen grundsätzliche Einigkeit darüber, dass eine volle Akademisierung der Berufe notwendig und erstrebenswert erscheint.
VAST unterstützt diese Ausführungen und wies erneut auf die Bereitschaft der Organisation der Berufsfachschulen hin diesen Prozess mit ihren Ressourcen mitzugestalten.
Mit ca. 150 Teilnehmenden war es wieder ein voll besetztes Haus. Wir freuen uns auf die Novembertagung 2014.

Bremen, 5. Jan. 2014
Vera Wanetschka (1. Vorsitzende BDSL)

Eindrücke von der Herbsttgung 2013 in Berlin Wannsee:

Antje Krüger stellt in der Mitgliederversammlung das Konzept des BDSL für die Praxisausbldung vor
In Kleingruppenarbeit wurden Ergebnisse zur Bearbeitung für einen Antrag im Rahmen der Modellklausel bearbietet
 
Vera Wanetschka erläutert die Diskussion zwischen dem hochschulisch orientierten Bildungsziel der Berufsbefähigung und dem der Berufsausbildung - der Berufsqualifikation. Dabei spielen Akteure wie Verdi, HRK-nexus, dbl und HVG eine Rolle.
Julia Siegmüller stellt auf dem VAST-Symposium die Integration von Berufsfachschule in die Hochschule in Rostock zur Diskussion
 

Herbsttagung 2012 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

Erfolgreiche Herbsttagung 2012 des BDSL in Berlin Wannsee

Für die Herbsttagung 2012 in Berlin zeigte sich ein großes Interesse. Die Mitgliederversammlung am 7.11. war sehr gut besucht und eines der wichtigen Themen dabei war die große Arbeitsflut im Bundesverband, die Wiederbesetzung der 2. Vorsitzenden mit Waltraud Kies-Haag und die Installierung von Arbeitsgruppen zur Themenvorbereitung des nächsten Treffen. Am Donnerstag versammelten sich über 40 BDSLer und Gäste zum Fortbildungstag. Hauptthema war die Therapieausbildung. Vormittags referierten Katja Becker aus Osnabrück und Veronika Schade aus Koblenz zum Thema Praxisausbildungsorganisation und Clinical Reasoning (PDF der Vorträge sind hier eingestellt). Nachmittags stellten 6 Schulen ihre Konzepte dazu in einem „Marktplatz“ mit abschließendem Plenum zur Diskussion. Deutlich wurde dabei nochmals herausgestellt, wie hoch die Therapieausbildung in der Schule intern – durchgeführt von dafür qualifizierten Lehrenden – bewertet wird. In der Ausbildungseinrichtung wird der Grundstein für therapeutische Kompetenz und Reflexionsfähigkeit gelegt. Danach gehen die Lernenden in Praxen oder Institutionen und vertiefen ihre Therapiekenntnisse in Außenpraktika.



Therapie braucht wissenschaftliche Kompetenz. Demzufolge diskutierten die Teilnehmenden die Vermittlung logischer, nachvollziehbarer, mit Einschränkung wiederholbarer Aufbauten von Therapiepfaden und deren Reflexion. Die folgenden Bilder und Poster geben einen Überblick auf das vorgelegte Material und die Diskutierenden:



 
 
 

Reform der Berufsausbildung in den therapeutischen Gesundheitsfachberufen

Unter diesem Thema fand am 09.11.2012 an der Wannsee Schule in Berlin eine mit über 180 Teilnehmern sehr gut besuchte interdisziplinäre Fachtagung statt, veranstaltet vom Bund deutscher Schulen für Logopädie (BDSL), dem Verband deutscher Ergotherapie Schulen (VDES) und dem Verband leitenden Lehrkräfte an Physiotherapieschulen Deutschlands (VLL).
Anliegen dieser Veranstaltung war es, mit den Schulleitern und Schulleiterinnen, den Lehrenden in den Therapieberufen und den Gästen aus Politik und Hochschulen die derzeitigen Entwicklungen zu reflektieren, den notwendigen Reformbedarf zu diskutieren und auch die Sorge über die derzeit sehr vielgestaltigen und eher unkontrollierten Bildungsprozesse auszudrücken.

Einleitend wurde ein Grußwort der Berliner Staatssekretärin für Gesundheit Frau Emine Demirbüken-Wegner (CDU) verlesen, in dem die bisherige gute Ausbildungsleistung der Berufsfachschulen gewürdigt wurde, aber auch auf den Entwicklungsbedarf durch die demografischen Veränderungen und die europaweiten Standards hingewiesen wurde.

Deutlich wurde der Wunsch aller, die notwendigen Veränderungsprozesse aktiv mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und Können mit zu gestalten.
Als Stichworte für Veränderungen wurden insbesondere die akademische Grundausbildung der drei Berufe und die universitäre Qualifikation für Lehrende in den Therapieberufen in die Diskussion gebracht.

In den ersten Beiträgen verdeutlichten die Referenten die Stärken engagierter Berufsfachschulen insbesondere in der Vermittlung therapeutischer Handlungsfähigkeit und damit einer unmittelbaren Berufsfähigkeit. Dazu trägt wesentlich die durch unsere Schulen pädagogisch eng begleitete Praktische Ausbildung bei, anders als es in den Praktika der hochschulischen Ausbildungsgänge der Psychologie, Medizin und Soziale Arbeit der Fall ist.
Herr JProf. Dr. Gerholz von der Universität Paderborn forderte in seinem Beitrag dazu auf, die Erfahrungen der Berufsfachschulen und Hochschulen zusammenzuführen und von bzw. miteinander zu lernen. Für die Hochschulen haben sich durch den Bologna-Prozess verbunden mit der Aufgabe, für Berufe und nicht mehr für Berufsfelder auszubilden neue Herausforderungen ergeben. Hier sieht er die Erfahrungen der Berufsfachschulen für den Akademisierungsprozess zumindest für eine Übergangsphase als eine Ressource.

Die Akademisierung der Ausbildungen ist für Frau Prof. Dr. Walkenhorst, Hochschule für Gesundheit Bochum, eine folgerichtige Konsequenz der epidemiologischen und demografischen Veränderungen und der therapeutischen Bildungssituation in Europa. Deutschland ist nun mehr das einzige Land, in dem diese Berufe auf mittlerem Bildungsniveau ausgebildet werden. Sie sieht sich mit ihrer Position durch die aktuelle Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu den hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitswesen bestätigt. Der Wissenschaftsrat setzt mit seiner Position ein deutliches Zeichen in Richtung Akademisierung für die Berufsangehörigen, die in komplexen Aufgabenbereichen tätig sind.

In der zweiten Hälfte des Fachtages wurden Modelle des Überganges dargestellt, als duale Konstruktionen einer intensiven Zusammenarbeit von Berufsfachschule und Hochschule bzw. als visionäre Überlegungen, vertraute Pfade zu verlassen und Neues zu denken.

In der abschließenden Podiumsdiskussion gingen unter Leitung von Herrn Pust (Vorsitzender des VLL), Frau Prof. Dr. Walkenhorst, Frau Dr. Beyermann (Deutscher Verband der Ergotherapeuten, DVE), Frau Wanetschka (BDSL) und Herr Dielmann (ver.di) der Frage „Zwei Ausbildungen – ein Beruf?“ nach. Herrn Dielmann machte dabei deutlich, dass es für ver.di undenkbar ist, dass zwei unterschiedliche Ausbildungswege, zumal der eine akademisch der andere auf mittlerer Bildungsebene, zur gleichen Tätigkeit führen sollen. Er fordert auf, für einen solchen Fall die sog. komplexen Tätigkeiten, die den akademisch qualifizierten Berufsangehörigen zugeordnet werden sollen, genauer zu bestimmen. Mit dieser Position erntete damit auch die Zustimmung der anderen Podiumsteilnehmer, wobei seitens des DVE und des BDSL auf die große Schwierigkeit verwiesen wurde, die anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten der Therapeuten aufzufächern. Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde erkennbar, dass dieses Thema mit Fragen des Arbeits- und Tarifrechts, die im Zuge dieser Entwicklung neu zu gestalten wären, verbunden ist. Auch Fragen zum Deutschen Qualifikationsrahmen und die Einstufung der Ausbildungsgänge in die Niveaustufe 4 entgegen der Expertenmeinungen wurden angesprochen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass diese Entscheidung nicht ohne Folgen für die Akzeptanz und das Ansehen deutscher Berufsangehörige im Ausland bleiben wird.

Die drei beteiligten Verbände – BDSL, VDES und VLL – boten mit dieser Tagung allen Akteuren und Interessierten eine Diskussionsplattform zur weiteren Meinungsbildung im schwierigen Übergansprozess von einem berufsfachschulisch zu einem hochschulisch ausgebildeten Therapieberuf an. In Anbetracht der europäischen Situation stehen sie dieser Veränderung im Grundsatz positiv gegenüber.
Es ist aber das Interesse der Verbände, bewährte und gut elaborierte Strukturen aus den engagierten und qualitätsbewussten Berufsfachschulen in die neuen Prozesse zu transformieren.
Hier stehen sie als kompetente Ansprechpartner für die Politik und die Hochschulen zur Verfügung.

Diese von allen Beteiligten als erfolgreich bewertete Tagung war dafür ein erster Schritt, dem weitere folgen sollen.

Berlin, Januar 2013

PDFs der Vorträge finden sich unter:
vdes.de physiotherapievll und hier:



 

Herbsttagung 2011 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

“Herbsttagung” 9. + 10.11.2011
(Mitgliederversammlung am 11.11.2011 )
dieses Jahr am Bodensee mit den Hauptthemen: Systemische Entwicklung und Evaluation therapeutischer Kompetenzen & Aktuelles zum Thema Akademisierung



 

Herbsttagung 2010 für Lehrende im Gesundheitsfachberuf Therapie

Thema der Herbsttagung 2010: Lernbewertung und Kompetenzprofil in der Ausbildung
Vorträge und moderierte Diskussion zum Thema.

Die Herbsttagung 2010 stand unter dem Thema Kompetenzentwicklung und Lernbegleitung. Am ersten Tag hörten die ca. 20 Teilnehmenden dazu Vorträge von Stefanie Bednarz aus Dortmund und Conny Kassel aus Bochum. Am nächsten Tag folgten drei weitere Vorträge. Der erste von Claudia Pahn aus Rostock befasste sich mit dem „Charme der Statistik bei der Kompetenzbemessung“. Birgit Spindler und Stefanie Schuegl aus Bremen erläuterten einerseits den Profilpass als Instrument der Kompetenzdokumentation und andererseits Elemente der Kompetenzfeststellung in der Erwachsenenbildung.
Am Nachmittag wurde in aktiver Form mithilfe von Kleingruppenarbeit und Rollenspiel unter Leitung von Claudia Pahn und Vera Wanetschka die Unterscheidung zwischen „Potentialen“ und Kompetenzen“ erarbeitet und darüber diskutiert, wie sich dies in der Didaktik und bei Prüfungen auswirkt.
Auch die Kompetenzentwicklung im Bereich Geselligkeit kam nicht zu kurz. Bei einem gemütlichen Abendessen vor dem Tennenfeuer wagten sich einige Mutige an den berühmten Ammerländer Löffeltrunk heran mit den Begleitworten: Ick seh di, ick drink di to, dat do!

 
 

Folgende Powerpointvorträge der Herbsttagung 2010 können heruntergeladen werden:

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